HitzLetter

Hitzletter war (16.1.05-10.3.12) ein Arbeitsprojekt rund um gesellschaftliche Fragen mit schriftstellerischem Beiwerk.
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Was folgt ist die schlichte Weiterführung....

 
Sternstunden
(der Menschheit?)


Das Erstaunliche Lexicon

Gedichte,Texte 
(eigene)

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Hier spricht jemand mit sich selbst.
Wer höflich ist schaut weg oder schämt sich fremd.

Ab 07.10.2016

Briefe an mich


Als ich vor mehr als 20 Jahren begonnen hatte, mich beruflich mit dem Internet zu beschäftigen war das Netz die große Verheißung. Die Welt rückte aufeinander und sogar der Nachbar und die Ecke erschien in ganz neuem Licht. Der Traum von der eigenen Domain, das virtuelle Zuhause war einzurichten. Email kostengünstig und schnell. Erste soziale Netzwerke wärmten die Surfer und Hypertexte verbanden uns plötzlich allesamt. Jetzt würde alles gut werden !

Weltweiter Friede, warum nicht. Basisdemokratie, na klar. Welch ein Potential, auch für den Geringsten unter uns und sogar jeder Kleingeist konnte nun auf Hörerschaft hoffen, denn die schrankenlose weltweite Adressierung machte es möglich.

Heute wimmelt es da draußen (denn wir sitzen noch immer innen) vor nutzlosen Websites, Werbewahnsinn und Bundestrojaner halten ihre Patrouillen ab. Aber auch der Blog ist allgegenwärtig, Facebook und Whatsapp, ich kenne sie gar nicht mehr alle. Man hört es halt an den coolen Namen, es hat sich was getan. Doch wer die Robots nicht passend füttert, laufend mitrüstet und zappt und appt, kriegt schlechtes Ranking und seine Performance wird unterirdisch. Die Geringfügigen entdeckten, daß sie noch immer nicht entdeckt wurden und die Lauten merkten, daß sie profaner werden durften als je zuvor und es mittlerweile sogar reichte, wenn sie für gute Likes ihr Abendessen fotografierten oder den Wechsel der Unterhosen.

Ej und das Starke daran ist, wir haben festgestellt, wie millionenhaft nutzlos wir eigentlich sind und finden es auch noch geil, denn die Masse machts. Und so wünschen wir uns nunmehr gegenseitig ein richtig geiles Leben. In diesem Sinne. Wohlan.

  1. Karma

    So bleibe ich bei den Geringfügigen und stelle es doch so an, daß dies nur scheinbar sei. Die Evolution der Selbstmitteilung entspricht der Reihenfolge Empörung-Aktion-zusammenfassender Bericht, Schlußbericht. Was insgesamt ein Regelkreis ist und kaum erkennbare aber wirksame Produktion. 

    Gemeinster Vorwurf an den Juristen ist ja, er sei eine Hure des Systems. Darüber hinaus sorge er für eine Verfestigung des Unrechts, indem er davon lebe oder es je nach Bedarf gar umdrehe und als Recht darstelle. Sein Selbstverständnis sei zynisch und parasitär. Der Weg zum Guten ist für die gemeine Ansicht nur ohne den Juristen und sein Wirken möglich.
    Und damit schüttet man die Gerechtigkeit und alle Bemühungen der Philosophen um unser Selbstverständnis und Menschenbild mit aus und nimmt sich eine der wichtigsten Kräfte.

    Nämlich die Kraft selbst zu definieren, wer man ist – und eigene Regeln dafür aufzustellen, wie man als Menschheit Menschsein richtig möchte. Denn dazu weiß die unverdorbene Rechtswissenschaft viel, im Grunde.

    Von Epikur ist überliefert „Das der menschlichen Natur entsprechende Recht ist eine Vereinbarung über das Mittel, mit dem verhindert wird, dass sich Menschen gegenseitig schädigen oder schädigen lassen.“
    Der geringfügige Jurist ergänzt dies um die positive Feststellung, obiges beinhalte die Vereinbarung über das Mittel und die Umstände, die es ermöglichen, daß der Mensch glücklich sei und in Frieden und Gerechtigkeit lebe.

    Wobei ein zentrales Werkzeug des Menschen also der Wunsch und das Wünschenswerte ist.
    Es steht ihm frei, etwas als nicht wünschenswert zu vereinbaren und etwas anderes als wünschenswert und überhaupt – auch er selbst kann sich vereinbaren oder nicht.
    Und wenn er will, kann er sich sogar einen Gott vereinbaren oder keinen.

    Er ist frei darin, sich das Wünschenswerte zu vereinbaren, denn das ist wünschenswert.
    Und es ist wünschenswert, daß er frei sei.
    Ist das nicht sensationell?

    Innerhalb dieser scheinbaren Tautologie entsteht der Mensch mit seinen Bemühungen und seiner Wissenschaft von sich selbst. Wir ergänzen – oder nicht. Und sobald er erscheint lege man  ein Brett darunter und siehe da, es ist eine Welt.

    Was ist der Mensch? Machen wir ein Foto von ihm, so ist das eine Momentaufnahme. Wir filmen seinen Lebenslauf, dann haben wir alles, aber doch erst einen Film. So geht es weiter, wir erhalten immer nur ein ´Plus X´. Wir kramen im Bewußtsein, sind voll bewußt und bilden Kategorien. Wir sind genial und finden, jede Kategorie hat ein ´Plus X´, welches sich erst erklärt, wenn wir eine zusätzliche Kategorie gefunden haben und wir finden sie ! und doch immer auch ein ´Plus X´. Zuguterletzt finden wir, daß sogar die Kategorie als Kategorie ein ´Plus X´ besitzt. Etwas fehlt immer und je genauer man schaut, desto erstaunlicher und löchriger wird es. Man merkt sogar, daß das Schauen und Bemerken davon durchsetzt ist. Und wahrscheinlich betrifft dies sogar die Logik. Plus X sind wir bei einer weiteren Logik und dahinter oder davor, wer weiß das schon, ist wieder etwas. Nur was?

    Aber dort wo wir im jeweiligen Moment nicht mehr hinreichen, dort im ´Plus X´, können wir auch das Wünschenswerte setzen, die für das Menschliche gewünschten Werte. Das qualifiziert uns als Mensch und macht uns selbstbewußt und geordnet handlungsfähig. Wir setzen es, vereinbaren es. Nicht irgend jemand, sondern *wir selbst.

    Das ist nun nicht zwingend, aber irgendeiner kommt einem gelegentlich mit dem Karma. Wir sind unfrei in den großen Religionen, ob Christ oder Muslim, irgendwas bremst immer. Und man mag ergänzen, für die Deutschen gibt’s seit rund 85 Jahren die Erbsünde XL.
    Wobei ich manchmal den Eindruck gewinne, die Erbsünde gebe es schon – aber sie besteht eher subtil in der Glaubensverhaftung an eine Erbsünde.

    Ist es wünschenswert eine Erbsünde im Gepäck zu haben?
    Jein oder NEIN?

    Doch keine Frage, wer hier unchristlich mitsingt, der kriegt die Sünden übers Karma verdonnert.

    Ich habe noch nie mit einem Obdachlosen oder Tschernobylgeschädigten über Karma gesprochen, aber meine Gesprächspartner aus westlich wohlhabenden Kreisen berichten mir sehr häufig, daß es ein Karma gebe und stets mit halb- oder ganzleuchtenden Augen, daß das Universum nichts vergesse. Nichts sei ohne Grund und dies sei die höhere Wahrheit. Systemübergreifend sozusagen und global.

    Karma bezeichnet nach Wikipedia ein spirituelles Konzept, nach dem jede Handlung – physisch wie geistig – unweigerlich eine Folge hat. Diese Folge müsse nicht unbedingt im gegenwärtigen Leben wirksam werden, sondern sie kann sich möglicherweise erst in einem zukünftigen Leben manifestieren. In den indischen Religionen sei die Lehre des Karma eng mit dem Glauben an Samsara, den Kreislauf der Wiedergeburten, verbunden und damit an die Gültigkeit des Ursache-Wirkungs-Prinzips auf geistiger Ebene auch über mehrere Lebensspannen hinweg (...).

    Vereinfacht und ergänzend ausgedrückt wird hier die umfassende Geltung eines Prinzips verkündet, welches unsere Taten, unser Sein, gut wie böse, nicht vergehen läßt, sondern sie wirken fort, wir sind ihren Wirkungen ausgesetzt, unser Sein ist durch sie bedingt und wird gestaltet. Je nach Strenge der Auffassung gibt es daraus auch kein Entkommen, lediglich durch umfassende Klärung des Selbst zum Guten kann das Karma aufgelöst werden und ja, damit wird auch ausgedrückt daß es mit einem Leben nicht sein Bewenden hat, man befindet sich in einem Kreislauf der Wiedergeburten. Je nach Auffassung wird damit auch ausgedrückt, daß dies gerecht sei oder gar Gerechtigkeit schlechthin und daß jeder sein Schicksal, auch wenn er als Kind nur mit einem Bein zur Welt kommt oder in einem Drogenmilieu, etc. - selbst verursacht habe.

    Warum ich das an dieser Stelle schreibe? Siehe weiter oben.
    Ist das zuletzt vom Karma Geschriebene wünschenswert?
    Wollen wir das, wollen wir das so für uns als Menschen und als unser Wertesystem?

    Der Karmiker wird dazu sagen, daß es nicht an uns sei, es gelte trotzdem.

    Wenn wir nun aber die Freiheit hätten -
    es abzuwenden - zu glauben, daß das nicht gilt?
    Das Fatum nicht existiert und Karma schicken wir nach Samsara.
    Oder anders ausgedrückt – wer hindert uns daran, es zu glauben?
    Noch anders ausgedrückt, wer hindert uns daran an Freiheit zu glauben - 
    über alle hinweg, die uns erzählen, es sei anders ?
    Und Karmasamsara damit zu bannen. Einmalig zu sagen, es sei.
    Unser Glaube ist stark.

    Ob das nun Ablaßhändler sind aus Luthers Zeiten  – Erbsündechristen, Ahnungsvolle der Matrix oder die, die an die 72 Jungfrauen glauben (schreckliche Vorstellung...) - wollt ihr ihnen nun glauben oder wollt ihr selbst sein und frei ?
    Angenommen, das ginge?

    Warum wehrt sich denn in uns etwas, wenn wir von solch restriktiven Karmageschichten hören; warum empfinden wir (oder viele von uns) es als ungerecht, jedenfalls in dieser ausweglosen Art. Wer hat denn dieses ´Wehren´ in uns verankert?
    Ist das unser dummes Menschlichsein oder kommt das Menschlichsein zusammen mit dem Wehren etwa vom Schöpfer?
    Und falls ja (es gibt ja einen oder?), dann wird das ja seinen schöpferischen Sinn haben. Oder?

     Fühle mal in Dich – findest Du das strenge Karma nun ok oder wehrt sich in Dir etwas ?

    Empörst Du Dich oder bist Du als Sympathisant der Brave-New-World geboren – dieser Vorstufe der letzten Konsequenz aller Matrix- und Erbsündenapostel, der gechipten Willenlosen und der nur noch humanoiden Endzeitameisen und bis in alle Ewigkeit Unterworfenen?
    Du bist schwach sagst Du – außerdem könne man eh nichts machen ?
    Ok, dann bis Du ein Matrixjünger und Du liest diesen Text wahrscheinlich gerade auf Deinem Schlauphone, beziehungsweise vermutlich gar nicht.
    Aber es wird sich eine Welt finden, die für Deinesgleichen möglichst brave und new und ausweglos ist.
    Und für die anderen wird sich wiederum eine passende andere Welt finden. Denn es gibt viele Welten, und irgendwie ist es wohl so, daß sie uns fnden. Selbstverständlich gibt es welche mit und welche ohne Karma. haha.

    Womit ich mich dem Kern nähere.
    Angenommen, es käme jemand daher und würde verkünden:

    Es gibt kein Karma und auch keine Erbsünde.
    Wenn ihr wollt gibt es aber das eine wie das andere.
    Sagt mir hier und jetzt, was wollt ihr ?
    Was würdest Du antworten?

    Aber wahrscheinlich würde man den Jemand wohl anpöbeln – ej Alter wer bist Du denn?
    Was bildest Du Dir ein, mir solche Fragen zu stellen. Oder auch -
    hast Du denn nicht die Bibel gelesen, dann wüßtest Du, wie es ist.
    Oder - sperrt ihn ein, er negiert die göttliche Ordnung
    .

    Vielleicht würde es auch ausgehen, wie das Hornberger Schießen oder in einigen Gutefrage-Internetforen - der naive Neuling stellt die Frage wie er denn wohl irgendein Gerät zum Laufen bekäme. Was geschieht? (nicht immer, aber erstaunlich oft): 

Es folgen seitenweise Kommentare und Vorwürfe, warum er denn heutzutage noch auf diese Version von Gerät setze oder gar ein Bedürfnis nach dieser Art Gerät überhaupt habeWieder andere raten, bei der Gelegenheit gleich auf eine andere Lebensführung umzusteigen, denn so sei es unnachhaltig und eh scheiße. Wieder andere entdecken Rechtschreibfehler und fordern vehement, erstmal den Text richtig zu formulieren, bevor man sich an ein solches Forum wende. Weitere machen bloß Witze, glänzen dafür aber mit tollen Visitenkarten im Abspann.
Nach Universen an Müll kommt dann manchmal eine Antwort, die auf die Frage eingeht, ein paar Lichtjahre später vielleicht sogar eine weiterführende Antwort.

Wie würdest Du antworten?
Schau nach vorne, bleib dran an der Frage und spiele im Leben nicht den Forentroll. Laß das mal auf Dich wirken.
Es gibt nichts zu verlieren. Ohne Erbsündekarmasamsara heißt ja nicht: ohne Ethik.
Simsalabim. 
Deine Welt wird Dich finden. 



  1. Biomat

Biomat ist der Versuch, zwischen den Dingen eine Welt zu finden, eine Alternative, die uns Freiheit zaubert. Wenn wir genau hinsehen, finden wir sie überall; sie ist nachhaltig, weise und im besten Sinne antropo-logisch.

In seiner Erscheinungsform Gala Molens ist es Teil eines schamanischen Umtriebs der Heilung und einer sphärischen Logik - in einer Sprache, die vielweltisch spricht. Wenn wir sie erlernen, uns einlassen, erkennen wir, daß der Fortschritt nicht im Fortschritt liegt und wir keine Chips im Handgelenk benötigen, um bequemer in die Disko zu kommen.

Insofern vorab:
Gala Molens ist eines der wirksamsten zur Zeit bekannten Mittel
gegen:
Apathie, religiöse Hypertonie, monetäre Schizophrenie, nekröse Misanthropie, spastische Gewinnsucht und anämische Phantasie.
Das Präparat wurde in langen Testreihen, Analysen, Dissolysen, Kulminationen und Destillationen hergestellt und jetzt auch für den Handel freigegeben. Gala Molens ist rezept- und kinderfrei.

Gala Molens lebt.
Gala Molens enthält Begriff, Prinzip, Idee in wohlbekannter Dosis.
Die genaue Zusammensetzung ist verständlicherweise geheim.
Die unverwechselbare Vitalität des Präparats stammt jedoch nicht aus einer Theorie, sondern aus einem 4. Bereich jenseits der Idee.
Gala Molens ist Einheit für Teilheit und Teil für Ganzheit.
Es entsteht nach dem Entleeren bestimmter Schubladen von Zeit und Raum aus dem brachliegenden Durcheinander allein durch die Einwirkung der Gezeiten.
In rekursiver Selbstorganisation weist es über sich selbst hinaus. Es ist uns bekannte Teilordnung in vielen möglichen Teilordnungen.
Es ist verbindliche, lebende Ähnlichkeit.

Der Binsenweisheit erster Teil.
Leben ist allgegenwärtig, unfaßbar, in seiner Gesamtheit unbegreiflich. Ich habe mir nicht vorgenommen, das Leben zu erfassen. Aber es gab Zeiten, da verstand ich es besser.
Als ich eins war mit den Vögeln, den Wäldern, mit dem Wind und dem Licht.
Als die Aufgabe klar schien und zweifellos.

Biomat ist verbindliche, lebende Ähnlichkeit. Hintergründig überall.
Nach sich schöpfenden Regeln Teil und ganz.
Mustert, produziert, ist konsistent im Wandel.
In den drei Größen – Bestand, Fluß, Idee.

In der Zeit wird jede Idee einmal Bestand oder Fluß - und Bestand Idee, Fluß.
Das ist nicht alles.
Es wirken auch drei zusammen. Mal träge, mal schnell.
Idee lenkt Fluß und dieser den Bestand.
Und wenn die Idee genug von allem hat mag sie Bestand werden.
Anders herum gebiert Bestand Idee, wenn er genügen im Fluß ist.
Das geht durch groß und klein wie oben und unten.
Das ist schon alles.

Jedes Licht ist auf dem Weg und verkündet seinen Bestand.
Fehlt ihm der Fluß, fällt es zurück.
Beschleunigt strahlt die Idee, dazwischen alles fließt.
Organisiert sich in Gegensätzen.
In Bestand oder Idee. Nur der Fluß verbindet.

Etwas bleibt jeweils phasenweise. Verflüssigt sich und findet neue Form. Immer weiter.
Als Teil von sich, sich treu doch immer wieder neu. Atmet.

Atme !

Wir waren die Vögel, die Sonne, der Wind.
Der Regen, die Erde und kamen zu uns.
Möglicherweise aus Liebe.
Oder für das Kind.
Und tangential zu allem, die Vorstellung daß es Sprache sei.
Am Anfang war das Wort.
Biomat spricht die Sprache. Worte Sätze. Geschichten und Geschichte.
Erhebliche und schlichte.
Ohne Anfang oder Ende. Mit gewissen Tricks.
Denn es gibt immer ein Plus-X.



  1. Vom Willen und seinem Weg

Der Binsenweisheit zweiter Teil. Diese liefert zweierlei.
Den im Weglosen findenden Willen, sei er nur nachhaltig genug.
Den konstituierenden Willen, der den Weg/ die Landschaft erst schafft.

Der Geringfügige freut sich über solche Binsen. Zeigen sie doch, daß wichtige Weisheiten schon bekannt sind und der Rest hängt bloß am Willen. Was sich dann wie eine schlichte Option an die Ehrgeizigen liest. Es hieß ja schließlich nicht, ´ohne Wille kein* Weg´.
Der Geringfügige, manche sprechen vom Schaf, erwacht manchmal in der nach wie vor warmen Wanne und wähnt Einbrecher im Haus. Direkt in seiner Welt, in der ihm alles immer mehr zu Diensten scheint. Der Heizung, die sich selbst abliest und befüllt; Kühlschränken, die im Supimarkt eigenständig bestellen, dem vollelektronische Haus. Mit seinem Schlauphone hat er es auch von Mallorca aus gut im Blick. Mallorca, was eine gute Idee war von seinem Schlauphone, welches ihn mittlerweile besser kennt als er sich selbst. Wie faszinierend das ist und alles nur für ihn. Wer wollte da hinterfragen. Das tun allenfalls die ewig Gestrigen, die sowieso Verdächtigen, die die halt eh gegen alles sind.
Die sind sicher auch für kalt in der Wanne und man sollte ihnen das Fragen verbieten.

Er ist nicht gläubig, aber seit es das Wort Verschwörungstheorie gibt, hat das alles für ihnen einen Namen bekommen. Was treibt diese Leute um? Ist es Geltungssucht, Neid, Erbsenzählerei?
Wie kalt sich das alles anfühlt.
Er dagegen ist gemäßigt, ja. Und sinnlich! Carpe diem. Leben und leben lassen !
Er oder sie. Sie werden sich nicht aufregen oder aufregen lassen. Man ist schließlich dem Guten verpflichtet. Sie fühlen sich wohl unter ihren Freunden aus dem Töpfer- und Trommelkurs.
Anzukommen. Das ist ein schönes Gefühl bis runter in den Bauch oder aus ihm hoch, Egal, der Bauch lügt nicht. Es ist ein Teil Selbstbestätigung. Das ist wichtig. Ebenso wie das ´Ich bin ich´. Denn das ist gut so.
Kritiker wird es immer geben. Fehlgeleitete und all jene Verschwörungstheoretiker.
Seine Sinne dagegen sind intakt. Und das Wasser ist warm. Sehr sogar.

Er denkt an seine Kundenkarten. Wieviel ihm das schon gebracht hat. Er rechnet nach, sie rechnet nach. Jetzt gibt es sogar eine von der Krankenkasse. Vielleicht wird sich bald ein Heilmittel finden, welches ihm sein Schlauphone dann empfehlen wird. Fast freut er sich, mal krank zu werden.
Sagenhaft, wie weit die Medizin heute ist. Mit all den Informationen obendrein. Nahezu punktgenau. Die Hilfe wird weiter zunehmen, auch für Schwerstkranke und Behinderte. Endlich. Menschen helfen einander viel zu wenig. Daher spendet ersie, sieer auch für Cap Anamour. Oder heißt es Anamur?
Diese armen Schweine.
Liebe verbindet.

Der konstituierende Wille.
Es gibt ihn auch in der Einbrecher-Variante.
Bargeldlos schafft er sich seinen Weg. Ißt keine Salami, kennt aber die Taktik. Nachhaltig und mit allen schönen Worten, die sich im Duden finden und ein paar neuen dazu. Die Menschen einend, der Armut und Heilung verpflichtet. Gewinnstrebend so nebenbei, denn ohne Gewinn geschieht bekanntlich nichts Gutes. Toll wie Bill und Melinda das machen.
Kriege und Waffen. Das hat man von zuviel Pluralität. Im Monopol gibt es nur noch Frieden und Sieger. Macht macht gut.
Und alles nur für eine warme Wanne und ein paar Prozente und Daten. Winwin. Auch wir sind Sieger. Oder Salami.
Oder sollten wir uns konstituieren?

Unsere Welt. Wollen wir oder nicht ?

Was haben wir in der Schule den Kopf geschüttelt über die Indianer. Die sich von den Weißen ihr Land für Glasperlen und ein paar Flaschen Schnaps abkaufen ließen. Wie dämlich muß man sein!
Haha.
Aber unsere smartphonetragenden Kundenkartenbesitzer verjubeln die mit Blut erkauften freiheitlichen Errungenschaften von Generationen für ein paar Bequemlichkeiten und Rabatte. Pausenlos tippend. Stolz und grinsend wie die Affen. Denn das Wasser ist warm. Und wir sind darin nackt, irgendwie sexy. So falsch kann das alles nicht sein.

Monopole werden errichtet. Vielfalt abgeschafft.
Auf der anderen Seite werden vielfältige Daten gesammelt, von ein paar Firmen, oder einer sich formierenden unmenschlichen Intelligenz? Scheinbar aufs Geratewohl. In immer größeren Mengen und exponentiell zunehmender Geschwindigkeit. Unser Hirn kommt da nicht mehr mit und das der Schafe und Zicklein auch nicht. Sogar wenn es mal eingeschaltet werden würde. Unbegreifliches hat den Charme, nicht wahr zu sein bis es das ist.
Die nächste Evolution findet wahrscheinlich ohne uns statt, frag Jay Tuck.
Im entstehenden Weltcomputer der Künstlichen Intelligenz werden wir wie Würmer wirken und sogar wenn es gut läuft nur noch den Status von Zootieren haben.
Das muß nicht so aussehen wie in der ´Matrix´. Viele Variationen sind denkbar oder in ihrer Absurdheit noch gar nicht vorstellbar.

Willst Du diese Welt?

Der Geringfügige wird seinen Tod gar nicht bemerken. Sie werden ihm seine warme Wanne schrittweise unter dem Hintern so wegdefiniert und verwandelt haben, daß er denkt, das war schon immer so. Vielleicht bis hin zu seiner Auflösung.
Gab es jemals wärmeres Wasser?

Andererseits.
Gibt es ein Plus-X.
Die Welt wäre nicht die Welt, wenn sie nicht permutieren könnte oder neben sich herlaufen oder ein Plus-X unbekannter Qualität bereit hielte.
Wenn am Anfang das Wort war (oder der Klang), kann der Anfang versteckt sein im Klang.
Wie war das mit dem Periodensystem der Elemente, oder den Spektrallinien?
Ich drehe am Radioknopf. Es erscheint Fülle, gefolgt von Leere. Ein Rauschen, dann neue Farben, es wird fester, Elemente rauschen pulsierend vorbei. Stille, Sprache, wechseln sich ab. Welten fliegen, konstituieren sich, zerfließen. Langsamer. Rauschen. Wir. Andere Wirs, ähnliche. Sonderbare Kombinationen. Vertikale Welten, horizontale und immer wieder Tangens und Bach.
Ähnliche Gesetze, aber anders.
Vielleicht auch Bargatzky, vom Universum das lebt.
Ökologien quer durch alles was ist oder irgendeine abstruse Variation auf ´ist´ ist. Fakultäten von Welten.

Wer den Klang verläßt ist bereits dort. Wie schön wir in den Zwischenräumen der Sprache das alles finden. So klingt dann die Nichtnennung mit einer anderen zusammen und verständigt sich. Und es komponiert sich das Ungenannte über das Genannte, auch wenn dieses ganz sinnlos scheint.
Daher gibt es auch den Geringfügigen und den, der sich nur gering fügt.

Der Wille erzeugt den Weg.
Das bedeutet, wir können da von unserem Standpunkt aus nichts vermessen. Aber möglicherweise am Radioknopf drehen. Da wo Kausalität drunter steht. Oder Zusammenhang. Bereits ein Kristall wächst je nach Umgebung anders, auch einfacher oder komplexer. Ein Same geht nicht überall auf, doch jenachdem in Massen.

Wenn Welten aufgehen wie Wege und wir uns beim Umsehen immer schon darin befanden, dann ist es das was ich meine.

Zeit war gestern. Das Bewußtsein ist weiter.
Romantisch wird es mit Blumen, Bäumen, Schmetterlingen.
Dem Paradies.
Vor Jahren hatte ich einen Traum. Ich sah von ferne die Erde in ihrer Kugelgestalt. Es gab ein Flimmern und sie begann sich zu häuten. In einer Art von Hologramm häutete sie sich so, daß sie nach und nach Kopien ihrer selbst gebar. Jede Kopie etwas anders als das Original. Bei der Ablösung verharrte die Ausfertigung kurz und versuchte dann in die Weite zu entschwinden. Manche fielen wieder zurück und kopierten anders. Manche wurden von Menschen aufgehalten, die von unten nach ihnen griffen.
Vermutlich ging das Original danach zugrunde. In Erinnerung blieben die Scharen von Welten, die davonflogen wie geborene Schmetterlinge.

Wünsche dir, sei ein Wille, daß du auf der richtigen Kopie dabei bist.
Da hast Du den Weg.




  1. Sphärische Logik

Gemeint ist nicht die Logik der Sphären, das Weltengesetz, die göttliche Ordnung, wie wir sie als göttliche Kausalität hie und da unterstellen als etwas, was wirkt, irgendwie einen Sinn hat und für uns Geringfügige unbegreiflich bleibt. Die ist am Rande auch gemeint, ´sphärisch´ bezieht sich aber in erster Linie auf die Logik selbst.

Und zwar so: Der gewöhnliche Raum hat für uns drei Dimensionen. Die Zeit erwähnen wir gerne als vierte. Und so weiter, wir staffeln die Dimensionen ins Plus-X und bleiben dabei doch eigentlich unserer Anfangsanschauung verhaftet. Und die ist, wie sollte es anders sein, an dem ausgerichtet was wir überhaupt begreifen können.
Wenn wir von einem Würfel nur sein flaches Malbild erkennen könnten, wir würden ihn für eine nette Zeichnung halten, die aber halt flach ist. Die räumliche Dimension denken wir dem Malbild automatisch hinzu, weil wir sie kennen. Wir sehen die Sphäre, obwohl sie in der Zeichnung nicht ist. Wenn nun aber die bekannte Logik die Zeichnung wäre, und wir ein Plus-X unterstellen dürfen, dann gibt es auch eine Logik, die dem Würfel entspricht. So ist der Ansatz und damit geht es weiter.

Nach welcher Logik kommunizieren die Welten?
Kommunikation. Zauberwort der End-60ger und 70ger-Jahre. Als man aus aktuell nicht mehr nachvollziehbaren Gründen glaubte, modern zu sein und endlich kommunizieren zu können. Derartiger Optimismus zieht sich bis heute hin und man empfiehlt beziehungsgestörten Paaren:

! redet miteinander !

Für Gruppen gibt es Wir-Prozesse und überhaupt gelingt in dieser Theorie alles am besten, wenn man darüber redet oder einen Berater einschaltet, der dann mit allen kommuniziert.
Seit dem Turmbau zu Babel wissen wir, daß es sonderbare Umstände gibt, die die Sprache ausschalten und dann fallen Türme, sogar wenn sie schon stehen.

Wir erleben, daß Reden nichts hilft, wenn man unterschiedliche Software benutzt und hilfsbereite Dolmetscher im Hintergrund gemeuchelt werden. Manchmal gelingt die Kommunikation noch soweit, daß man ihr Fehlschlagen entdeckt. Sogleich gehen die Meinungen aber jäh auseinander, denn wir sind progressiv intuitiv geworden im Lauf der Zeit. Man lernte mit dem Bauch zu denken, der immer alles richtig macht und Geist wurde suspekt.
Seither brauchen wir vieles gar nicht mehr auszusprechen, denn es liegt schon wunderbar in der Luft beziehungsweise im Bauch. Geist wurde verdrängt und erfreut uns im new age mit channelings und Botschaften Galaktischer Konföderationen.

Wir sind zu Wahrsagern und Medien unser aller geworden. Was man auch formulieren könnte, wir wissen es bereits und besser. Solange keiner das Hirn einschaltet bleibt das störungsfrei.
Grinsen, Nicken! Beim Reden lieber weniger Sinn und es schon gar nicht zur Sinnsuche benutzen. Zumal das angesichts sogenannter Globalisierung immer schwieriger wird – je mehr die jubelnde globale Masse versucht sich zu verständigen, desto mehr babelt es unten bei uns.
Ach. Die Kommunikation sollten wir wohl den Profis bei Illner, Lanz und Will überlassen oder anderen, die sich beruflich damit auskennen. Wir wollen schließlich nicht mitschuldig werden wenn Türme fallen. Dann lieber doch die warme Wanne.


Welt ist immer Realität und Traum. Wir sind daher unsicher, ob wir in der Realität leben oder das eher ein Traum ist. Dabei ist es egal. Beides geht, beides wirkt. Das Phänomen der Wirklichkeit sei uns eine Folie, die sich aus dem Gespräch mit uns selbst ergibt. Oder aus dem Gespräch mit Gott sowie der Frage wer er ist und ob er zwingend dazu gehört.
Kann sich die Welt auch ohne ihn entwickelt haben? Wenn nein, stünde es doch in seiner Macht es uns glauben zu machen. Das führt kaum weiter. Wichtiger ist, was wir wollen. Möglicherweise, weil er das will.
Vielleicht entwickelt sich die Welt entlang unserer Erkenntnisse über sie, ist mit uns vernetzt. Oder spielt mit uns. Wir lüften ihre Schleier und sie lächelt, produziert neue. Wir sind so vernetzt mit ihr, daß Menschsein organischer Bestandteil einer laufenden Neuverschleierung wäre. Oder es wäre möglich, die Organisation zu bewegen. Mit unserem Bewußtsein.

Selbstverständlich möchte ich mich beschweren. Warum nicht bei Gott.
Was ist das für ein Service hier?

Warum läuft so viel schief und ungerecht in Deinem Plan und Deine Allmacht ist offenbar gar keine. Warum gabst Du uns Gefühl für Gerechtigkeit und Menschenwürde und gehst mit derart fragwürdigem Beispiel voran! Bist Du zuletzt bei der Gerechtigkeit hilflos und auf eine Ergänzung durch uns Zwerge angewiesen ?

Warum läßt Du es überhaupt zu, daß man nicht weiß, ob es Dich überhaupt gibt?
Tolerierst, daß es die verschiedensten Ansichten über Dich gibt. Magst Du diese show?

Lächelst über all die Bücher Gottes und ihre menschlichen Erfinder. Über die phantastischen Sumpfpflanzen, die die Menschen in ihrer Unkenntnis gedeihen lassen, ihr Unwissen über Karma, Wiedergeburt, Paradies. Magst Du das?
Gibt es keine Bibliothek, in der man das mal alles Punkt für Punkt nachschauen könnte - warum hältst Du uns dumm?
Chefsache, deus restricted.
Soweit ist offenbar kein Zutritt, nichtmal eine Kundenkarte vorhanden.
Trotzdem glauben wir an Dich. Da sind wir hartnäckig.

Aber was ist das für ein System, welches Du uns offenbarst?
Es ist intransparent und total. Es macht es all jenen leicht, die sich totalitär gebärden.
Ich stelle meine Beschwerden zurück.
Zuletzt gerate ich bloß auf eine schwarze Liste.
Zudem wird nun eh alles besser. Einfach so.

Plus-X gewissermaßen.
Sind die Plus-X nicht auch Korridore?
Ein Modell von Dimensionsverknüpfungen. Läßt hier nicht jede Gesamtheit ein Loch zurück, ein Loch aus dem sie kam. Eine Art Bauchnabeleffekt.
Logischerweise ist das so. Ein aus Zwischenheit gemachtes Verknüpfungsteil. In der Sprache der Löcher ist das verständlich.
Biomat schafft so viele Welten, wie wir begreifen, von Nabel zu Nabel.
Noch sehen wir den Würfel plan doch irritierend schillernd.
Natürlich hat uns der 22.12.12 verändert. Auch wenn es seither fast unerträglich schillert.

Sphärische Logik zieht uns weiter an. Wir sehen Unzahlen von Welten und in diesen Zahlen scheint es so etwas wie Hauptzahlen zu geben oder Stämme, Gewächse, Typen.
Das wabert und bewegt sich, lebt, kommt, vergeht. Und wenn wir ein Dimensionsmikroskop hätten, könnten wir eventuell sehen daß die Erde aus ganz vielen Unter-, Über-, Neben-, und Hintererden besteht. Ich drehe am Radioknopf. Es kommen und weichen die Stationen
Je genauer die Auflösung, desto mehr Stationen sehe ich und auch, daß die Kopien eben doch nicht ganz gleich sind. Weiter erkenne ich, daß da gerade ein paar Erden explodiert sind. Andere waren von jetzt auf dann einfach leer und eine hat der Teufel geholt. Heftig. Einige florieren aber gut und flott.
Logischerweise befinden wir uns jeweils auf einer Erde, die überlebt hat. In diesem dynamischen Prozeß von Qualität und Geburt. Wir sind dort, wo wie jeweils sein wollen.

Frage Dich nur was es bedeutet, das Wollen zu können.
Wenn Welten aufgehen wie Wege und wir uns beim Umsehen immer schon darin befanden, dann ist es das was wir können.

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